Die vier besten Wege zu neuen Mitarbeitern

Die jüngste Arbeitsmarktgeneration hat bei der Jobsuche längst einen Medienwechsel eingeleitet. Wer als Arbeitgeber kluge Köpfe finden will, muss online präsent sein und sich verschiedener Kanäle bedienen. Die vier besten Tipps haben wir für Sie zusammengefasst.


Der Kampf um die besten Mitarbeiter wird härter. In der Gastronomie ebenso wie überall dort, wo Facharbeiter gesucht werden. Galt früher noch ein möglichst großes Stelleninserat in der Zeitung als sinnvolle „Waffe“, müssen sich Arbeitgeber heute wesentlicher breiter aufstellen. Speziell junge Menschen nehmen Unternehmen, die sich nicht optimal im Internet bzw. mobil präsentieren, als unattraktiven Arbeitgeber wahr, bei denen sie sich eher ungern bewerben würden. Das bestätigt auch eine Studie von ABSOLVENTA Jobnet und der Ludwig Maximilian Universität München. Im Gegenzug gelten „mobile“ Arbeitgeber als modern, zukunftsfähig und dynamisch. Das bedeutet: Wer online auf Jobsuche geht, will offene Stellen schnell finden und sie müssen präzise beschrieben sein. Die Jobs auf der eigenen Website zu veröffentlichen ist daher wichtig, reicht aber bei weitem nicht aus. Um Interessierte aus der unmittelbaren Region, aus den Nachbarsbezirken oder auch mögliche „Heimkehrer“ aktiv anzusprechen, braucht es neue Kanäle.


Tipp 1: Soziale Medien nutzen

Interesse am eigenen Unternehmen wecken ist der erst Schritt, um als spannender Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Und diese Wahrnehmung passiert gerade bei jungen Leuten zunehmend über soziale Medien. Immer mehr Unternehmen präsentieren sich daher gezielt mit eigenen Facebook- oder Google+-Seiten. Diese Kanäle bieten einen entscheidenden Vorteil: sie erlauben es den möglichen künftigen Arbeitnehmern, hinter die Kulissen des Unternehmens zu blicken. Welche Aufgabengebiete werden abgedeckt? Wie sieht der typische Arbeitsplatz aus? Solche Fragen können auf Social Media Kanälen authentisch und ehrlich beantwortet werden.


Tipp 2: Karriere-Websites und Web-Postings

Karriereportale im Internet sind nach wie vor eines der wichtigsten Werkzeuge für Recruiting und bei der Stellensuche nicht mehr wegzudenken. Ihr größter Vorteil: die Portale sind rund um die Uhr und sieben Tage die Woche verfügbar. Wichtig ist jedoch, dass Sie sich die Karriereportale, auf denen Sie als Unternehmen nach Mitarbeitern suchen, genau ansehen. Denn sie haben zum Teil ganz unterschiedliche Schwerpunkte. beste-stellen.at beispielsweise ist ein Online-Stellenmarkt für Fach- und Führungskräfte in ganz Österreich. gastrojobs.com wiederrum richtet sich – wie der Name verrät – an Mitarbeiter in der Gastronomie und Hotellerie.

Vergessen Sie auch nicht auf lokale und regionale Portale! Diese haben zwar keine hohe Reichweite, aber sie sprechen damit direkt jene Menschen an, die vor Ort auf der Suche nach einem neuen Job sind.


Tipp 3: digitale Info-Monitore vor Ort

Eine spannende Möglichkeit für die Platzierung von Stellenausschreibungen sind digitale Info-Monitore. Ihr Vorteil besteht darin, dass Sie kaum Streuverluste produzieren. Da jeder Info-Monitor separat angesteuert und mit Ihrem Stelleninserat bespielt werden kann, können Sie hier ganz gezielt auswählen: nach Zielgruppe und Region. Viele solcher Info-Monitore befinden sich zudem dort, wo sich junge Menschen aufhalten. In Schule, an Bushaltestellen oder in Lokalen. Für Unternehmen macht daher eine Imagepflege bzw. konkrete Stellenausschreibung über diese modernen Kanäle Sinn.

Wie wichtig diese digitale Kontaktaufnahme ist, weiß auch Ernst Wieser von der Malerei Wieser, die derzeit 27 Mitarbeiter beschäftigt: „Der direkte Draht zu Schülern und Jugendlichen ist entscheidend. Da muss man als Arbeitgeber aktiv etwas tun und auf junge Menschen zugehen. Nur so erkennen sie, dass es in der Region attraktive Jobs gibt.“ Neben dem Aufbau persönlicher Kontakte sei es auch wichtig, medial präsent zu sein. „All das funktioniert nur, wenn man es langfristig angeht. Erst dann etwas zu tun, wenn man schon dringend Leute braucht, ist zu wenig“, ist sich Wieser sicher.


Tipp 4: Kontakte pflegen

Franz Janschitz, Leiter des AMS Hermagor, rät Unternehmen, durch das Anbieten von Praktika oder Diplomarbeitsthemen, aber auch über soziale Netzwerke früh die Kontaktpflege mit jungen Menschen zu starten. Gleichzeitig rät er Arbeitssuchenden dazu, sich nicht rein auf die Informationen aus dem Internet zu verlassen. „Junge Menschen haben gegenüber früheren Zeiten eine Fülle an Informationen. Doch gerade deshalb ist es wichtig, sich von Experten des AMS beraten zu lassen.“ Diese unterstützen dabei, sich bestmöglich auf den Einstieg in einen neuen Job vorzubereiten. Arbeitgeber wiederrum können sich beim AMS wichtige Infos über mögliche Förderungen sichern oder vom AMS eine Personalvorauswahl treffen lassen.



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